Rettich (Raphanus sativus var. niger)
OriginVon den Pyramiden in den Biergarten

The name comes from Latin. radix - „Wurzel“.
Rettich gehört zu den ältesten Gemüsen überhaupt. Schon im alten Ägypten soll er zusammen mit Zwiebeln und Knoblauch zur Verpflegung der Arbeiter gehört haben, Griechen und Römer schätzten ihn als Speise und Heilmittel. Über die Klöster kam er nach Mitteleuropa, wo sich vor allem die kältefesten, lange haltbaren Winterrettiche durchsetzten.
In Bayern ist der weiße Bierrettich, der „Radi“, bis heute fester Bestandteil der Brotzeit: spiralig geschnitten, gesalzen und nach ein paar Minuten, wenn er „weint“, gegessen. Der schwarze Rettich mit seiner rauen, dunklen Schale ist schärfer und wurde vor allem als Wintervorrat und Hausmittel genutzt. In Asien ist dagegen der milde weiße Daikon verbreitet.
To useWas Rettich für dich tut
100 g Rettich liefern nur rund 15 kcal, aber etwa 25 bis 30 mg Vitamin C, gut 2 g Ballaststoffe, reichlich potassium sowie etwas Calcium, Folat und B-Vitamine. Schwarzer Rettich enthält meist mehr Scharfstoffe als weißer.
Das Besondere sind die Glucosinolate. Werden die Zellen beim Schneiden, Reiben oder Kauen verletzt, spaltet das Enzym Myrosinase sie zu Senfölen. Diese regen die Speichel- und Magensaftbildung sowie den Gallefluss an und wirken im Labor antimikrobiell. Die Kommission E bewertete Rettich-Presssaft deshalb positiv bei dyspeptic complaints, besonders bei Störungen der Gallenwege, und bei Catarrh of the upper respiratory tract. Klinische Studien aus neuerer Zeit fehlen weitgehend.
Der klassische Hustensaft aus schwarzem Rettich und Honig ist ein überliefertes Hausmittel ohne eigene Studien. Für Honig selbst zeigt eine Cochrane-Übersicht, dass er akuten Husten bei Kindern etwas lindern kann - wahrscheinlich ein Grund, warum sich das Rezept so lange hält. Ein Arzneimittel ersetzt er nicht.
IngredientsDas steckt im Rettich
Rettich enthält Glucosinolate wie Glucoraphasatin, aus denen beim Zerkleinern scharfe Senföle (Isothiocyanate) entstehen, dazu Vitamin C, Folat, Vitamin B6, Kalium, Calcium, Magnesium, Ballaststoffe, Polyphenole und in roten Sorten Anthocyane.
Die Scharfstoffe sitzen vor allem in und dicht unter der Schale. Beim Kochen wird die Myrosinase zerstört, Rettich wird dann mild und süßlich - ähnlich wie Kohlrabi.
Enhanced combinationsWas Rettich stärker macht
Rettich braucht Salz, Fett oder Süße als Gegenspieler zu seiner Schärfe.
Klassischer Hustensirup.
Zieht Wasser, mildert die Schärfe.
Die bayerische Brotzeit.
Für Rettichsalat.
Rohkost mit Vitamin C.
Als Aufstrich.
What contradicts itselfIt's best to avoid these combinations.
Regt den Gallefluss an - Koliken möglich.
Kann blähen und den Magen reizen.
Hitze zerstört die Myrosinase.
Wird weich und verliert Schärfe.
Gefahr von Säuglingsbotulismus.
Maß halten, Beschwerden abklären.
In the kitchenWhere he belongs
- Radi zur BrotzeitSpiralig geschnitten, gesalzen.
- RettichsalatMit Essig, Öl und Schnittlauch.
- Rettich-Apfel-RohkostFein geraspelt.
- RettichquarkAufs Vollkornbrot.
- Daikon-SuppeMild gegart in Brühe.
- KimchiMit Rettich statt Kohl.
- Eingelegter RettichSüßsauer, japanisch.
- SchmorrettichMit Butter und Petersilie.
- Rettich-CarpaccioHauchdünn mit Kräutern.
- RettichsirupMit Honig als Hausmittel.
As a home remedyRettichsirup für die Hustenzeit
Radish and honey syrup
- Einen schwarzen Rettich waschen, oben einen Deckel abschneiden und das Innere mit einem Löffel aushöhlen.
- Die Höhlung zu etwa zwei Dritteln mit Honig füllen, den Deckel aufsetzen.
- Den Rettich in ein Glas stellen und über Nacht an einem kühlen Ort stehen lassen.
- Den entstandenen Saft abgießen oder abtropfen lassen und im Kühlschrank aufbewahren.
- Alternativ den Rettich reiben, mit Honig mischen und nach einigen Stunden durch ein Tuch pressen.
Als altes Hausmittel bei Husten und Verkühlung. Honig legt sich lindernd auf den gereizten Rachen, die Senföle geben Schärfe und Wärme. Eine Wirkung des Sirups selbst ist nicht in Studien belegt.
Mehrmals täglich 1 Teelöffel, innerhalb von 2 bis 3 Tagen aufbrauchen. Nicht für Kinder unter einem Jahr. Husten, der länger als drei Wochen anhält oder mit Fieber und Atemnot einhergeht, gehört ärztlich abgeklärt.
Ayurveda & TCMWhat the old systems say
Ayurveda
Im Ayurveda heißt Rettich Mulaka. Roh gilt er als scharf und erhitzend, er regt Agni an und löst Schleim - ausgleichend für Kapha. Gekocht wird er milder und für Vata besser verträglich, bei Pitta nur sparsam.
Traditional Chinese Medicine
In der TCM gilt Rettich (Lai Fu, die Samen: Lai Fu Zi) als scharf, süß und kühl. Er soll das Qi senken, Nahrungsstagnation lösen und Schleim aus der Lunge umwandeln.
Warning noticesWhen you should be careful
Please note
- Gallstones: Rettich und Rettichsaft regen die Galle an - bei Gallensteinen meiden, sonst drohen Koliken.
- Stomach and intestines: bei empfindlichem Magen, Gastritis oder Reizdarm kleine Mengen testen.
- Honey: Rettich-Honig-Sirup nie an Kinder unter einem Jahr geben.
- Thyroid: Glucosinolate sind in üblichen Mengen unbedenklich; nur sehr große Mengen roh über lange Zeit sind bei Jodmangel ungünstig.
- Beschwerden: anhaltende Verdauungsprobleme oder Husten ärztlich abklären lassen.
This page provides information and does not replace medical advice. If symptoms persist, please consult a doctor.
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SourcesWhat is this based on?
- Kommission E am BGA: Monograph Raphani sativi radix (radish). Federal Gazette.
- Gamba M et al. Nutritional and phytochemical characterization of radish (Raphanus sativus): A systematic review. Trends in Food Science & Technology 2021; 113: 205–218.
- Lugasi A et al. Antioxidant effect of squeezed juice from black radish (Raphanus sativus L. var niger) in alimentary hyperlipidaemia in rats. Phytotherapy Research 2005.
- Oduwole O et al. Honey for acute cough in children. Cochrane Database of Systematic Reviews 2018; 4: CD007094.
- Public Health Portal of Austria (gesundheit.gv.at): Rettich.


